Kein Ticket? Schwarzfahrer fuhr in den Knast ein

Waggon eines MetronomzugesSymbolbild: Der Metronom - Nahverkehr von Hamburg nach Niedersachsen und Bremen Foto: Norbert Schmidt

Dumm gelaufen: Schwarzfahrer verfing sich auf dem Harburger Bahnhof im Stahlnetz der Polizei.

Der Wochenanfang verlief gestern nicht gut für einen 41-jährigen Mann, denn am Harburger Bahnhof klickten die Handschellen für ihn.

Nach dem letzten Sturm glänzte der Montag mit goldenem Oktoberwetter. Das hob bei vielen Hamburgern sichtlich die Stimmung. Ob allerdings ein 41-jährer Mann den 23.10. in guter Erinnerung behalten wird, ist vielleicht zweifelhaft. Denn gegen 12:35 Uhr nahmen Bundespolizisten den Mann im Harburger Bahnhof fest.

Die Vorgeschichte: Im Metronom nach Hamburg konnte ein deutscher, als Mann gelesener, Staatsangehörige bei der Fahrkartenkontrolle kein gültiges Ticket präsentieren. Da auch die Identität nicht festgestellt werden konnte, bekam der Mann ein Empfangskomitee der Bundespolizei, das ihn auf dem Harburger Bahnsteig erwartete.

Gegenüber der Bundespolizeistreife verschleierte der Mann seine Personalien. Deshalb ging es auf das südlichste Hamburger Bundespolizeirevier im Bahnhof Harburg zur Identitätsfeststellung. Bingo: Der Mann war wegen Diebstahlsdelikten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und 9 Monaten verurteilt. Er hatte einen Teil der Haftstrafe bereits verbüßt und war flüchtig. Auf seinem Konto stand eine noch zu vollziehende Restfreiheitsstrafe von 265 Tagen

Der nüchterne Mann (0,0 Promille beim Atemalkoholtest) kam dann in den Knast. In seinen Akten steht jetzt auch noch ein Strafverfahren wegen Schwarzfahrens (Erschleichung von Leistungen § 265a)