Die ersten Kegelrobben der Saison auf der Helgoländer Düne geboren
Die Kegelrobben haben erneut die Helgoländer Düne als ihre winterliche Kinderstube gewählt. Wie in den vergangenen Jahren, sind bereits Anfang November die ersten vier Geburten der Saison zu verzeichnen – ein wahres Naturspektakel für alle, die das Glück haben, Zeuge dieses beeindruckenden Ereignisses zu werden…
Helgoland beherbergt den größten Kegelrobbenbestand Deutschlands und bietet den Tieren ideale Bedingungen, um ihre Jungen in Ruhe und Sicherheit zur Welt zu bringen. Seit der ersten Geburt im Winter 1996/97 hat sich die Zahl der neugeborenen Kegelrobben jährlich stetig erhöht – in der letzten Wintersaison wurden zum geburtenstärksten Zeitpunkt 971 Jungtiere gezählt. Die tatsächliche Zahl liegt allerdings höher, da nicht alle Tiere, die bereits vorher schon geboren und abgeschwommen sind, dokumentiert werden konnten. Auch anschließend waren noch einige Geburten zu verzeichnen, so dass man wohl bereits in der letzten Saison 2024/25 das 1000. Kegelrobbenbaby begrüßen durfte.
Eine erfreuliche Entwicklung, die jedoch auch Herausforderungen mit sich bringt. Denn die Geburt von Kegelrobben ist nicht nur ein faszinierendes Naturereignis, sondern auch ein bedeutender Magnet für Touristen, die das Geschehen aus der Nähe beobachten möchten. Dabei müssen jedoch stets die Bedürfnisse und das Wohl der Tiere sowie auch die Sicherheit der Besucher berücksichtigt werden. Die Helgoländer Düne bietet für Kegelrobben beste Bedingungen: Breite, ungestörte Strände, Rückzugsmöglichkeiten und ausreichend Ruhephasen sind entscheidend für das Wohlergehen der Tiere. Besonders in den ersten Lebenswochen sind die Jungtiere sehr empfindlich und benötigen eine geschützte Umgebung.
Die Gemeinde Helgoland, unterstützt vom Verein Jordsand e.V., hat deshalb eine Reihe von Schutzmaßnahmen ergriffen, um das empfindliche Gleichgewicht zwischen Mensch und Tier zu wahren und gleichzeitig den Gästen ein unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen. Unter den ergriffenen Maßnahmen sticht besonders ein Wintererlebnispfad hervor, der unter Einhaltung der 30-Meter-Abstandsregelung zu den besten Aussichtspunkten führt und der speziell für Gäste geschaffen wurde, die die Kegelrobben in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten möchten.
Parallel zu den Geburten der Robben verläuft die winterliche Paarungszeit der Tiere. Das ist ein weiteres faszinierendes Naturphänomen, das Helgoland in den kommenden Wochen zum Hotspot der Beobachtung von Kegelrobben macht. Die Paarung und die damit verbundene Interaktion zwischen den Tieren ist eine weitere Besonderheit, die jährlich zahlreiche Naturfreunde und Fotografen anzieht. Um den Besuchern ein umfassendes und sicheres Erlebnis zu bieten, gibt es auf Helgoland mehrere lnformationsstationen. An der Landungsbrücke sowie in der Hummerbude 35 des Vereins Jordsand e.V. können Interessierte alles über die Kegelrobben und ihre Lebensweise erfahren. Aktuelle Besonderheiten zur Robbensaison werden hier ebenso vermittelt wie Informationsmaterial, das die Besucher in die spannende Welt der Kegelrobben einführt. Hinweistafeln und ein Showroom am Dünenfähranleger bieten zusätzlich eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Lebensweise der Kegelrobben. „Es freut mich sehr, dass die Maßnahmen der letzten Jahre zur Förderung des Robbenschutzes zur Schaffung einer optimalen Balance zwischen Natur- und Tourismuserlebnis ihre Wirkung zeigen.
Die Kegelrobbenpopulation fühlt sich auf der Düne offensichtlich sehr wohl, und das positive Feedback der Gäste bestätigt, dass wir einen respektvollen Umgang mit der Natur ermöglichen“, erklärt Katharina Schlicht, Tourismusdirektorin der Insel Helgoland. „Besucher sind begeistert davon, diese beeindruckenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, ohne sie zu stören.“ Die Tourist Information ist unter der Telefonnummer 04725 – 808 808 erreichbar oder per E-Mail unter info@helgoland.de
