HanseMerkur initiiert bundesweite Vernetzungsveranstaltung

Kinde spielt im Garten mit HanseMerkur SchildHanseMerkur Kinderschutzpreis - Symbolbild Foto: HanseMerkur

Hochkarätige Fachvorträge in Hamburg zeigen eine positive Entwicklung im Kinderschutz.

Die HanseMerkur Preis für Kinderschutz Academy verbindet soziale Initiativen miteinander, die sich auf vielfältige Weise für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen einsetzen: Vom 29. Februar bis zum 1. März 2024 kamen in Hamburg erneut Preisträgerinnen und Preisträger des HanseMerkur Preis für Kinderschutz aus ganz Deutschland zusammen, um Wissen und Erfahrungen miteinander zu teilen. Ein vielfältiges Programm aus Fachvorträgen renommierter Experten und Workshops rund um den Kinderschutz sowie zur Arbeit der sozialen Einrichtungen setzte wertvolle Impulse. Denn mit dem Erfahrungsaustausch wird viel Wissen und Know How weitergegeben.

Mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz wurden insgesamt 178 Initiativen bislang ausgezeichnet. Sie alle sind Teil der Academy:

„Effektiver Kinderschutz braucht ein starkes Netzwerk. In Deutschland leben etwa 14 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie sind darauf angewiesen, dass die Gemeinschaft sie hört und sich ihrer Belange widmet. Mit der HanseMerkur Preis für Kinderschutz Academy fördern wir unsere Preisträgerinitiativen, die Teil dieses bundesweiten Netzwerkes sind, und unterstützen sie bei ihrer wichtigen Arbeit“,

erklärt Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur.
Teilnehmergruppenfoto HanseMerkur Preis für Kinderschutz Academy
HanseMerkur Preis für Kinderschutz Academy – Teilnehmer in Hamburg 2024 Foto: HanseMerkur

Das Programm

Den Auftakt machte die renommierte Professorin für Jugendhilfe und Kinderschutz an der Frankfurt University of Applied Sciences, Dr. phil. Maud Nordstern. Seit Langem setzt sie sich dafür ein, dass Kinderschutz ausreichend in der Lehre verankert wird. Leider ist dies bei den meisten Disziplinen nicht der Fall, obwohl sie tagtäglich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und für deren Wohlergehen verantwortlich sind. Die „Interdisziplinäre Vorlesungsreihe zur Kindeswohlgefährdung“, die die Hochschule gemeinsam mit der J. W. Goethe-Universität aufgrund dieses Missstandes ins Leben gerufen hat, wurde bereits 2018 mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgezeichnet. Das Projekt hat mittlerweile Schule gemacht: Das Bildungsangebot ist derzeit in einer erweiterten Lehrfassung an über 20 Hochschulen bundesweit auf deren Lernplattformen im Einsatz. „Wenn wir uns etwas wünschen dürften, dann wäre es ein niedrigschwelliges Lehrmittelportal auf Bundesebene, auf dem Angebote wie unseres zentral und einfach zu finden sind, so dass die, die im Kinderschutz lernen und lehren leichteren Zugang finden als bisher“, appellierte Nordstern in ihrem Vortrag. Derzeit ist der sogenannte Kinderschutzfachtag nur auf der Webseite der Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW (PsG.nrw) für jeden verfügbar.

Am zweiten Tag berichtete die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion NRW, Christina Schulze Föcking, den Teilnehmenden über die Entwicklung der Arbeit im Kinder- und Jugendschutz in Nordrhein-Westfalen. Die engagierte Politikerin ist stellvertretende Vorsitzende der Kinderschutzkommission NRW, die als Konsequenz aus dem Missbrauchskomplex Lügde 2019 gebildet wurde. „Ich habe hier heute so viele fantastische Menschen kennenlernen dürfen, die den Kinderschutz im Fokus haben und etwas bewegen. Es ist schön zu sehen, wie viele Kinderschützer es im Land gibt. Die HanseMerkur bringt diese Menschen mit ihrer Academy zusammen, das ist großartig. Ich würde mir wünschen, dass mehr Unternehmen dem Beispiel folgen, nämlich hinschauen und nicht wieder wegschauen. Die HanseMerkur geht hier einen vorbildlichen Weg. Ich konnte heute viele Kontakte knüpfen und kenne in jedem Bundesland die richtigen politischen Ansprechpartner, das hat sich in jedem Fall gelohnt, weil wir die Menschen nun auch vor Ort zusammenbringen können“, so Schulze Föcking.

Organisationen profitieren von alltagsnahmen Support

Neben den Fachvorträgen ging es auch um praxisnahe Themen, die den Alltag sozialer Einrichtungen prägen, für die sie jedoch selten die nötigen Ressourcen zur Verfügung haben. Vier Experten-Workshops behandelten die Themen Fundraising, Motivation von Ehrenamtlichen, die Unterschiede gemeinnütziger Rechtsformen sowie das Erkennen unterschiedlicher Traumata bei Kindern. Praktische Tipps und Hilfestellungen gab es auch für effektives Social Media Management sowie für die seitens der EU ab 2025 verpflichtende Barrierefreiheit von Webseiten.