Gut Moor, Hamburgs kleinster Stadtteil glänzt mit Minilativen

Hamburg Logo und Schriftzug Gut Moor.Gut Moor im Süden Hamburgs ist einer der kleinsten Hamburger Stadtteile

Gut Moor liegt auf der Ostseite von Harburg am Rand des Urstromtals und gehört zu kleinsten Hamburger Stadtteilen. Auf einer Fläche von 1,97 Quadratkilometer und hat weniger als 150 Einwohner. Bei so wenigen Einwohnern kennt hier so ziemlich jeder jeden.

Zum Gut Moor geht es quer durch Gewerbegebiet Großmoorbogen auf den Großmoordamm. Links und rechts finden sich viele Reetdach gedeckte Bauernhäuser und alte Höfe. Gut Moor ist aus der Entwässerung des ehemaligen Moors entstanden. Charakteristisch sind die vielen Entwässerungsgräben, Feuchtwiesen und Weiden. Auf der Südseite von Gut Moor geht das Urstromtal der Elbe in die Gees über.

Gut Moor in ZahlenWerte
BezirkHarburg
Einwohner  131
Einwohner pro km²66*
Fläche1,99 km²
Postleitzahl21129
VerkehrsanbindungBus 543
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein / Melderegister (Stand: Jan 2019)

Geschichte

Ursprünglich war das Gebiet ein Moor, das von der Elbe und dem kleinen Fluss Seeve gespeist wurde. Im Jahr 1540 ließ Otto I (Herzog von Harburg) den Seevekanal von Meckelfeld nach Harburg graben. Der Kanal trieb Mühlen (Wasserkraft war ein enormer Wirtschaftsfaktor) an, sorgte für Entwässerung der Moore und Feuchtgebiete und machte sie landwirtschaftlich nutzbar. Kanäle waren damals auch unverzichtbare Transportwege für kleine Frachtschiffe und Ewer. Durch eine Schenkung entstand die Domäne Kanzlershof, der zahlreiche Ländereien gehörten. Im Jahr 1645 entstand die Vogtei Höpen im Amt Harburg. Die kleinen Siedlungen wurden erstmals 1667 Mohr genannt. Die drei kleinen Moordörfer Gut Moor, Groß-Moor und Kleinmoor wurden Ende 19. Jahrhunderts getrennt. Gut Moor wurde 1885 ein Teil Harburgs. Groß- und Klein-Moor gingen an Niedersachsen. Im Zuge des Groß Hamburg Gesetzes (1937) viel Gut Moor an Hamburg.