Der Hamburger Hof wird für die nächsten 50 Jahre refittet

Hamburger Hof Hamburg JungfernstiegDie Shopping Passage Hamburger Hof am Jungfernstieg Foto: Norbert Schmidt

Eine Hamburger Architektur-Ikone wird zukunftsfest gemacht.

In ein paar Tagen, am 3. März 2025 sollen Bauarbeiten für die Neuentwicklung des Hamburger Hofs, eines der prominentesten Gebäude in der Hamburger Innenstadt starten. MEAG (Vermögensmanager von Munich Re und ERGO Versicherung), schafft damit ein einzigartiges Gebäude, das auf einer Mietfläche von rund 21.000 Quadratmetern moderne Architektur mit historischer Substanz und Charme und einem vielfältigem Nutzungskonzept vereint. Denn die Anforderungen des Handels haben sich deutlich verändert. Die Bauherren erhoffen sich, damit die Attraktivität des Jungfernstiegs stärken. Auch für das Passagenviertel ist der Hamburger Hof wichtig, denn er verbindet das einzigartige Quartier mit dem Jungfernstieg. Am 5. Februar 2025 stellten Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg und Dr. Stefan Haas, Geschäftsführer der MEAG, das Konzept des neuen Hamburger Hofs vor.

Roger Diener, Dr. Stefan Haas, Franz-Josef Höing
Umbau Hamburger Hof: Roger Diener, Dr. Stefan Haas, Franz-Josef Höing (vl) Foto: Meag / Bergbrand

Ein Schlüsselprojekt für die Zukunft der City

Der Hamburger Hof ist für seine markante rötliche Sandsteinfassade und seine prominente Lage zwischen Jungfernstieg, Große Bleichen und Poststraße bekannt. Nun wird erumfassend modernisiert. Damit weicht die ehemalige Einkaufspassage einem neuen Nutzungskonzept, das exklusive Handelsflächen im Erdgeschoss, moderne Büroeinheiten, medizinische Dienstleistungen und ein Konferenzzentrum sowie 28 Wohnungen umfasst. Der Bau von Wohnungen ist übrgens eine Planungsauflage der Stadt und üblich in der Innenstadt.

Eine Rooftop-Bar mit Blick auf die Binnenalster verspricht Highlight-Momente hoch über der Alster. Voraussichtlich Ende 2029 wird der Hamburger Hof fertiggestellt.

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, betont:

„Der Hamburger Hof ist ein wichtiges, großes und schönes Projekt – und ein Bekenntnis zur Innenstadt. Wir begrüßen den Nutzungsmix, der auch Wohnen berücksichtigt, sowie den außerordentlich behutsamen Umgang mit den denkmalgeschützten Bausteinen und wir bedanken uns für den kultivierten Planungsprozess, den das Projekt durchlaufen hat. In seiner neuen Form leistet der Hamburger Hof einen wertvollen Beitrag zur weiteren Stärkung des Einzelhandelsstandortes Hamburger Innenstadt.“

Eine Ikone in neuem Glanz

„Wir investieren als Vermögensmanager für Munich Re und ERGO seit Jahrzehnten gerne in der Metropolregion Hamburg, weil wir von der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Standorts überzeugt sind. Mit dem neuen Hamburger Hof schaffen wir ein Quartier mit einem vielfältigem Nutzungskonzept, das die Aufenthaltsqualität am Jungfernstieg erheblich aufwerten und weit über die Innenstadt hinausstrahlen wird. Eine Ikone in neuem Glanz, die historische Erinnerungen weckt und Raum für neue schafft“, erklärt Dr. Stefan Haas, Geschäftsführer der MEAG.

Besonderheiten der Bestandssanierung

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Bewahrung der denkmalgeschützten ikonischen roten Main-Sandsteinfassaden. Der achtsame Umgang mit denkmalgeschützten und stadtbildprägenden Fassaden und eine harmonische Verbindung von Tradition und Moderne war deshalb auch ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung des Architekturbüros im Rahmen des Architekturwettbewerbs. „Beim Projekt Hamburger Hof geht es nicht darum, einen großen, zusammenhängenden Neubau mit den alten Fassaden zu maskieren, so wie das heute oft geschieht. Das besondere des Projekts besteht vielmehr darin, dass die Identität des historischen Straßenblocks, der aus einer Reihe von einzelnen Gebäuden besteht, bewahrt wird. Das heißt: Zu jeder Fassade gehört ein Haus mit einem eigenen Treppenhaus und einem eigenen Dach“, sagt Roger Diener vom Schweizer Architekturbüro Diener & Diener.