Wein aus dem Douro-Tal – ein Geschmackserlebnis

Gruppenbild mit António Saraiva und Jan Zorgati1. Das Douro-Tal liegt von Bergen umgeben im Norden Portugals (Foto: Vranken-Pommery) António Saraiva (rechts) und Jan Zorgati, Marketing- und PR-Leiter Vranken-Pommery Deutschland (Foto: A. Fischer)

Portwein -Verkostung auf dem Ponton Neumühlen mit Winemaker António Saraiva.

Bei 30° im Schatten herrschten in den ersten Junitagen 2025 mediterrane Verhältnisse in Hamburg. Während die zur Weinprobe auf den Ponton Neumühlen/Övergönne geladenen Fachhändler, Gastronomen und Journalisten schwitzten, waren dies ganz normale Temperaturen für António Saraiva, Geschäftsführer und Kellermeister der portugiesischen Weine „Terras do Grifo“ und „Rozès Porto“ im Flusstal des Douro.

Gruppenbild mit António Saraiva und Jan Zorgati
Bei der Weinprobe auf dem Ponton Neumühlen: Winemaker António Saraiva (rechts) und Jan Zorgati, Marketing- und PR-Leiter Vranken-Pommery Deutschland (Foto: A. Fischer)

„Das Douro-Tal ist ein einzigartiger, von Bergen umgebener Ort im Norden Portugals dicht an der spanischen Grenze“, erläuterte Saraiva. „Das von Bergen umgebene Tal begründet das besondere  Klima, in dem die Reben oft in steilen Lagen und in Höhen von über 100  bis zu  550 Metern gepflanzt werden. Unser Weinberg ‚Terras Do Grifo‘ liegt mitten im Herzen eines Naturparks im Douro Superior und wurde vollständig an einem einzigen Hang mit Blick auf den Fluss Douro sowie die spanische Grenze angelegt. Er ist mit seinen 120 Hektar einer der jüngsten Großweinberge Europas.“

Das Douro-Tal(1)
2BDouro Tal in PortugaleFoto. Pommery Deutschland

Wie er weiter erklärt, vereinen die Weine des Gutes „Quinta do Grifo“ Charakter, Handwerk und Herkunft – ein echter Ausdruck des Douro-Tals. „Ein besonderes Merkmal der Quinta ist die große Vielfalt autochtoner Rebsorten“, so Saraiva. „Über 75 verschiedene Traubenarten wachsen hier – viele davon werden handgelesen und traditionell verarbeitet.“

Als aromatisch und fein mineralisch präsentiert sich beispielsweise der weiße Terras do Grifo Douro Superior Branco, Jahrgang 2022: frisch und lebendig, mit guter Komplexität und Fülle zum Endverbraucherpreis um die 13 Euro. Der rote, jüngste Terras do Grifo Douro Superior Tinto, Jahrgang 2023, erscheint rubinrot im Glas, in der Nase Aromen roter Früchte, am Gaumen rund und weich mit sanfter, gut eingebundener Holznote zum Preis um die sieben Euro.

Die Geschichte des traditionsreichen „Rozès“ beginnt demgegenüber bereits 1855, also vor 170 Jahren, mit der Reise eines französischen Weinhändlers namens Rozès aus Bordeaux ins Douro-Tal. Mit fachmännischem Blick schuf er die Verbindung zweier Weinkulturen, verbunden mit dem Aufbau eines bis heute florierenden Unternehmens. Der „Rozès“ präsentiert sich seitdem als ein Portwein mit französischem Charakter und portugiesischer Seele, wie Saraiva es poetisch formuliert und weiter ausführt: „Bis heute bleibt ‚Rozès‘ diesem Anspruch treu und verbindet modernste Kellertechnik mit jahrhundertealtem Know-how. Hinter jeder Flasche steckt eine Geschichte von Herkunft, Leidenschaft und der Kunst, große Weine mit Charakter zu machen.“

Als überzeugende Beispiele genannt seien der bernsteinfarbene Rozès Reserve Weiß, der mindestens sieben Jahre lang in Holzfässern reift und ein Genuss ist zu Desserts ebenso wie zu Käse. Weiter genannt sei ein edler Ausnahmetropfen: der im Eichenfass gereifte Rozès Infanta Isabel 10 Jahre – ein Klassiker im Mahagoniton mit intensivem Bouquet von Trockenaprikose, Bitterorangen und gerösteten Nüssen, ebenfalls perfekt passend zu Desserts mit Schokolade oder Kirschen sowie zu kräftigem Käse wie Comté und Roquefort.

Alle genannten Weine werden produziert unter der Leitung von António Saraiva als Teil der Vranken-Pommery Monopole Gruppe, die dafür bekannt ist, in diversen Ländern über Top-Lagen zu verfügen. Die Weine der Gruppe sind erhältlich in den verbundenen Feinkost-Fachgeschäften und Weinhandlungen sowie im Internet bei diversen Online-Portalen. Traditionell wurden Portweine über Hamburg gehandelt und imporiert. Während die HInfracht aus Stockfisch bestand, luden die Segler auf den Rückweg in den Norden Portweinfässer. So konnten teure Leerfahrten vermieden werden.