Stromausfall in Hamburg – Was tun?

Hochspannungs-STtommast Foto: Norbert Schmidt

Das Strom- und Gasnetz Hamburgs wird von der städtischen Gesellschaft Hamburger Energienetze betrieben GmbH. Auch einige Umlands Gemeinden sind an das Hamburger Strom- und Gasnetz angeschlossen. Keine geringe Aufgabe. Das Stromnetz muss im Zuge der politisch gewollten Energiewende (Wärmepumpen, E-Auto<ladepunkte) ständig ertüchtigt und ausgebaut (Wasserstoffnetz) werden. Insgesamt umfasst das Hamburger Stromnetz aktuell 30.000 Kilometer. Nicht eingerechnet sind die Stromleitungen auf Privat-, Gewerbe- und Behördengrundstücken bzw. Gebäuden.

Was tun bei einem Hamburger Stromausfall?

Eines vorab unsere deutschen Stromnetze sind als Folge der Energiewende nicht mehr so stabil, wie sie es einmal waren. Ein Stromausfall ist somit wahrscheinlicher geworden. Kein Strom ist kein Weltuntergang, auch wenn die Folgen im Einzelfall empfindlich sein können. Aber, mit etwas Vorsorge kann ein Stromausfall gemeistert werden.

#1 Ruhe bewahren, einen kühlen Kopf behalten und die Sicherungen checken

Solange es keine weiteren Gefahren gibt, ist ein Stromausfall kein Notfall! In der Regel werden in Hamburg Stromausfälle innerhalb von wenigen Stunden behoben. Aber es kann in Notsituationen durchaus auch einmal Tage dauern. Nur dann wird es leider kritisch.

Hilfreiche Helfer bei Stromausfall – Powerbank, Leatherman Universalmesser, Feuerzeug, Teelicht-Kerze, Batterien, Ladekabel, Taschenlampe (Norbert Schmidt)

#2 Geräte / Verbraucher ausschalten

Schalten Sie alle Strom-Verbraucher wie Herd, Backofen, Bügeleisen, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Waschmaschine, Trockner, Heizdecken und, Klimaanlage, Heizlüfter oder Radio, Computer, Monitore, Drucker, Scanner, Router vorsorglich am Gerät aus. Wenn die Stromversorgung wieder steht, dann sollten die Geräte nicht unkontrolliert in Betrieb gehen. So vermeiden sie Spannungsspitzen. Kühlgeräte sind isoliert und haben einen Zeitpuffer.

#3 Sicherungen überprüfen

Verteilkasten und Sicherungen überprüfen: Nutzen sie möglichst kein offenes Licht (Brandgefahr). Besser ist eine Taschenlampe. Schonen sie die Smartphone-Batterie. Wenn der Strom großflächig ausgefallen ist, ist ein Anruf bei Störungsstelle zumeist eher unsinnig. Denn die Störung ist dann meist schon bekannt und die Leitungen sind besetzt.

Tipp

Damit das eigene Zuhause für den Fall einer Netzüberlastung oder eines kompletten Blackouts abgesichert ist, empfiehlt der ZVEH Besitzern von PV-Anlagen wie auch allen, die eine solche planen, sich mit ihrem lokalen E-Handwerker in Verbindung zu setzen und die vorhandene Anlage überprüfen und umrüsten zu lassen beziehungsweise schon in der Planungsphase für eine kombinierte PV- und Speicheranlage auf die notwendige Resilienz zu achten.

Qualifizierte Hamburger E-handwerkliche Betriebe sind auf Photovoltaik und Erneuerbare Energien spezialisiert und können hier sinnvoll beraten. Zu finden sind E-Betriebe unter www.elektrobetrieb-finden.de. Von Bastellösungen sollte man nicht zuviel erwarten.

Hintergrund: Strom ist nicht gleich Strom

Schon seit Jahrzehnten ist es Stand der Technik, dass Netzstationen (die für die regionale Versorgung zuständig sind) in einer Ringstruktur jeweils von mindestens zwei Seiten versorgt werden. Je nach Strombedarf ist entweder das Nieder-, Mittel- oder Hochspannungsnetz relevant.

Allerdings, die Einspeisung von Wind- oder Solarstrom ist sehr anspruchsvoll, denn die Erzeugung ist von der Sonneneinstrahlung bzw. der Windstärke abhängig. Die hat nichts zu tun mit den tatsächlichen Verbräuchen bzw. der Nachfrage. Das muss über das Energiemanagement und die Netzsteuerung aufwändig reguliert werden.

Strom Voodoo

Anders als es uns Öko-Sozialisten wahrmachen wollen, ist Ökostrom nicht gratis. Denn, Strom kommt nie einfach aus der Steckdose,, ‚weil Sonne und Wind keine Rechnung schreiben‘. Der einschlägig bekannte TV-Journist Franz Alt (Stadium: Studium: Politische Wissenschaften, Geschichte, Philosophie, Theologie) hat in seinem ‚Buch pures Wunschdenken geäußert.. Die Solar- und Windstromproduktion kann nicht einfach auf ‚Knopfdruck‘ hochgefahren und angepasst werden. Die Speichertechnologie ist recht komplex und sehr kapitalintensiv.