Im Gespräch: Mareike Menzel

Mareike MenzelMareike Menzel, Zum Felde BID (c) Heike Ross

Zwischen Büro und Baustelle unterwegs: Mareike Menzel steuert die Hamburger „Business Improvement Districts“, kurz BIDs, mit großem Erfolg. Nach dem Studium begann die 33-jährige Wahl-Hamburgerin das BID-Modell in zahlreichen Innenstadtquartieren umzusetzen, sodass daraus die Zum Felde BID Projektgesellschaft mbH mit dem Fokus auf Projektsteuerung entstanden ist. In der Hamburger Innenstadt sind nunmehr 100 Millionen Euro in die Aufwertung, Gestaltung und Bespielung des öffentlichen Raums geflossen.  Dabei ist Mareike Menzel die Schnittstelle zwischen den Investoren und der Realisierung wie Bau- und Umbaumaßnahmen im Straßenraum wie aktuell im Rathausquartier oder der Umsetzung von Marketingkonzepten und Formaten wie „Hamburgs Sommergärten“.

Wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche „mit Ihrer Arbeit“?

Aktuell ca. 55 Stunden, mit großer Freude!

 „Arbeitstabu“ haben sie zu welchen Zeiten?

In den Morgenstunden, wenn Hamburg noch schläft und ich Sport mache.

Wollten Sie schon immer das werden, was Sie jetzt sind?  

Nicht unbedingt, Sportjournalismus hat mich ebenso wie Städtebau und Projektenwicklung interessiert. So oder so ich habe immer das Ziel verfolgt, mir ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen.

Wie lautet Ihr wichtigster Rat an junge Frauen, wenn sie ins Berufsleben starten?

Seid mutig, probiert euch aus und glaubt an eure Fähigkeiten.

Was finden wir in Ihrer Handtasche?

Portemonnaie, Sonnenbrille, Air-Pods, Handy, Kaugummis, meinen Autoschlüssel.

Handtasche von Mareike Menzel

Erfolg setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Welchen Rat würden Sie geben, um dorthin zu kommen, wo man hinwill?

Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit, Fleiß und Innovation.

Wurden Sie in Ihrer Karriere öfter von Frauen oder von Männern gefördert?

Ausschließlich von Männern!

Für wie wichtig halten Sie “Networking“? Und warum?

Im „wahren“ Leben sehr wichtig und hilfreich (abseits der üblichen online Netzwerkplattformen).

Der persönliche Kontakt und Austausch sind meiner Meinung nach das A und O.

Was halten Sie von der Frauenquote?

Nichts. Die Mischung macht’s!

Welche Frauen/Menschen begeistern Sie?

Die großartige Journalistin Inga Griese. Als eine der ersten Frauen hat sie sich als Reporterin der Fußballbundesliga gewidmet. Sie hat eine inspirierende Art u.a. für ihr Stilmagazin ICON zu schreiben und uns in unserem Alltag hin und wieder ein Augenzwinkern zu schenken. Zudem ist ihre norddeutsche Einstellung genau meins.

„Geld allein macht nicht glücklich“? Wie wichtig ist Wertschätzung für Sie im Berufsleben?

Wertschätzung und Anerkennung sind sehr wichtig und sind nicht nur monetär abzubilden. Ein erfolgreicher Einsatz verdient ein positives Echo… und Geld allein macht nicht glücklich…wenn man es nicht verdient.

Was ist ihr bisher größter Erfolg?

Die positive Resonanz von anderen Menschen zu erfahren und jeden Tag das tun zu dürfen, was mich erfüllt. 

Spielt „Social Media“ in Ihrem Leben eine Rolle? Welche Kanäle im Bereich Social Media sind wichtig für das Berufsleben?

Privat zum Austausch und als Informationsquelle, hauptsächlich Instagram. Beruflich nutzen wir Social Media Plattformen zur Bekanntmachung und Vernetzung der Projekte und Quartiere.

Was ist IHR Wunschprojekt/Ziel für 2023?

Das Rathausquartier erfolgreich mit vielen namhaften Investoren und Partnern umzugestalten, um dieses historische Quartier den Hamburgern wieder zugänglich zu machen. Es verbindet die HafenCity mit der Hamburger Innenstadt. Ich liebe die Abwechslung zwischen Büro und Baustelle mit meinen Jungs!

Welche Fragen hätten wir noch stellen sollen??

Salat oder Pommes? (lacht)

Elbe oder Alster?

Elbe und Alster!

Hamburg , Mareike Menzel

https://zum-felde.de/projekte/