Pränatalmedizin – was dieses bedeutende Gebiet kennzeichnet

Eine Ärztin und eine schwangere Frau besprechen medizinische Untersuchungsergebnisse - SymbolfofoSymbolfoto bei der Gynäkologin Foto von Mart Production auf pexels.com/

Nach der freudigen Nachricht einer Schwangerschaft bereiten sich die Eltern umfassend auf die Geburt vor. Dabei steht die Gesundheit der werdenden Mutter und des noch ungeborenen Kindes im Mittelpunkt. Die Pränatalmedizin spielt dabei nicht nur in Hamburg eine wichtige Rolle. Doch nur wenige wissen, was dieser spezielle Bereich der Medizin eigentlich umfasst.

Worauf die Pränatalmedizin ausgerichtet ist

Die Pränatalmedizin – das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „vor der Geburt“ – umfasst die Diagnostik, Beratung und Behandlung vor der Entbindung. Sie umfasst alle medizinischen Untersuchungen zur Erkennung von Krankheiten oder Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes. Um dem Kind einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen, können Erkrankungen bereits während der Schwangerschaft behandelt und die Geburt gemeinsam mit Kinderärzten geplant werden. Natürlich ist auch die Gesundheit der werdenden Mutter ein wichtiger Aspekt, der in der Pränatalmedizin nicht vernachlässigt wird.

In Hamburg ist unter anderem Prof. Dr. med. Martin Krapp auf vorgeburtliche Untersuchungen spezialisiert. Dort werden im Rahmen der Pränataldiagnostik (PND) verschiedene Methoden zur Früherkennung bestimmter Erkrankungen des Kindes eingesetzt.

Die Untersuchungsmethoden im Überblick

Grundsätzlich kann zwischen nicht-invasiven und invasiven Untersuchungsmethoden differenziert werden. Nicht-invasive Untersuchungen sind solche, die nicht in den Körper der Frau eingreifen und daher kein Risiko für das ungeborene Kind darstellen. Mit Hilfe der Sonographie können zum Teil schon in der Frühschwangerschaft größere Anomalien erkannt werden. In der 20. bis 23. Schwangerschaftswoche können dann meist auch sehr kleine körperliche Strukturen des Kindes eindeutig beurteilt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Pränatalmedizin ist die individuelle Risikoabschätzung sowie die interdisziplinäre Beratung, insbesondere bei sonographischen Auffälligkeiten.

Neben der Basisdiagnostik mittels Ultraschall gibt es weitere nicht-invasive Methoden, mit denen eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung oder Behinderung des Kindes errechnet werden kann. Dabei werden verschiedene Faktoren wie das Alter der Mutter, bestimmte Blutwerte und andere sogenannte „Soft Marker“ berücksichtigt.

Invasive Diagnoseverfahren bedeuten einen Eingriff in den Körper der Frau. Dabei werden Proben wie Plazentagewebe, Fruchtwasser oder Blut des Kindes entnommen. Anhand dieser Proben kann festgestellt werden, ob beim ungeborenen Kind eine Chromosomenstörung oder eine schwere genetische Erkrankung vorliegt, sofern eine familiäre Veranlagung bekannt ist. Je nach Schwangerschaftsstadium und Fragestellung stehen verschiedene invasive Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Sie können frühestens ab der 12. Woche der Schwangerschaft durchgeführt werden. Wie Prof. Dr. med. Martin Krapp, Experte für Pränatalmedizin in Hamburg, auf seiner Internetseite ausführt, wird die invasive Diagnostik vorrangig zur direkten Analyse des kindlichen Erbgutes eingesetzt.

Welche Vorteile die Pränataldiagnostik bietet

Vorgeburtliche Untersuchungen ermöglichen eine bessere Risikoabschätzung im Hinblick auf mögliche Erkrankungen oder Behinderungen des Kindes. Die Eltern können sich gegebenenfalls darauf vorbereiten. Die Geburt kann entsprechend geplant und Entscheidungen über die zukünftige Lebensgestaltung der Familie und des Kindes können getroffen werden. In Fällen, in denen die Fortsetzung der Schwangerschaft die körperliche oder seelische Gesundheit der Frau gefährdet, kann ein medizinisch indizierter Abbruch in Erwägung gezogen werden.

Die Methoden der Pränatalmedizin bieten schwangeren Frauen die Möglichkeit, sich über die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes zu informieren. Ein unauffälliger Befund kann beruhigend wirken. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass trotz modernster Verfahren keine hundertprozentige Sicherheit über die Gesundheit des Kindes gegeben werden kann.