Comeback über der Elbe: Das Hotel Süllberg startet neu

Hotel am Süllberg mit Hausherrin Kiki FehlauerHotel am Süllberg mit Hausherrin Kiki Fehlauer

Hanseatische Gastfreundschaft an einem der schönsten Aussichtspunkte Hamburgs

Hoch über dem Treppenviertel von Blankenese, mit freiem Blick auf die Elbe und das weite Land, thront eine der geschichtsträchtigsten Adressen Hamburgs: der Süllberg. Erist seit Generationen eine feste Größe: als Ortsmarke, als Ausflugsziel und als Heimat einer der bekanntesten Gastronomie-Adressen der Stadt, an der Hochzeiten, Feste und gesellschaftliche Ereignisse stattfinden. Weniger im Fokus, aber nicht minder reizvoll, liegt etwas zurückgezogen ein eigenes Gebäude innerhalb des historischen Ensembles: die Remise – und damit das Hotel Süllberg, das nun unter neuer Leitung ein behutsames Comeback feiert.

Das Hotel am Süllberg in der historischen Remise wird seit Herbst von Hausherrin Kiki Fehlauer gemeinsam mit Hotelmanagerin Alisa Kietzmann geführt. Mit viel persönlichem Engagement und einem klaren Bekenntnis zum Standort kehrt damit hanseatische Gastfreundschaft an einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt zurück.

Wer Hamburg entspannt entdecken möchte, fernab von Hektik und Großstadtlärm, findet hier einen idealen Rückzugsort. Auch für Hamburgerinnen und Hamburger aus dem Westen der Stadt, die Besuch zu Feiertagen unterbringen möchten, oder für Paare, die bereits ihre Hochzeit im kommenden Jahr planen, bietet das Hotel Süllberg eine ebenso charmante wie außergewöhnliche Lösung.

Ein Ort voller Geschichte

Der Süllberg ist weit mehr als eine Immobilie mit Aussicht. Bereits 1840 wurde auf dem Gipfelplateau des sogenannten „Hamburger Hausbergs“ das erste Restaurant eröffnet. Rund 50 Jahre später entstand die Remise, das heutige Hotelgebäude. Über Generationen hinweg befand sich das Ensemble im Besitz Hamburger Familien und entwickelte sich zu einer festen Größe der Stadtgeschichte.

Nach umfassenden Sanierungen wurde oberhalb des Treppenviertels 2002 erneut ein Hotel mit Restaurant eröffnet, das über zwei Jahrzehnte von Sternekoch Karl‑Heinz Hauser geprägt wurde. Mit dessen Weggang Ende 2021 begann eine neue Phase: Investor Peter Rothe übernahm die prominente Immobilie, ehe 2022 die Gastronomie neu aufgestellt wurde. Seither bietet die Familie Vazzano mit der Süllberg Alm, dem historischen Ballsaal und einer der schönsten Terrassen Hamburgs ein ganzjähriges Gastronomieerlebnis zwischen mediterraner Leichtigkeit und alpiner Küche.

Im Zuge dieser Neuausrichtung wurde das denkmalgeschützte wilhelminische Ensemble getrennt. Das Hotel ging an Unternehmer Gregor Ellegast, der es zunächst als Boardinghouse nutzte. Die Resonanz der Gäste war jedoch so positiv, dass schnell klar wurde: Dieser Ort verlangt nach mehr als einer Übergangslösung.

Ein Liebhaberprojekt mit Zukunft

Mit Kiki Fehlauer, geborene Flottbekerin und aufgewachsen in Blankenese, fand Ellegast schließlich die ideale Partnerin für dieses besondere Haus. Im September übernahm sie den alleinigen Betrieb – mit dem Ziel, das kleine Hotel langfristig zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln.

Heute vereinen sich in den zehn individuell gestalteten Zimmern und Suiten geschichtsträchtiges Ambiente und moderner Wohnkomfort. Einige Zimmer bieten direkten Blick auf die Elblandschaft, alle profitieren von der ruhigen, idyllischen Lage. Der perfekte Ausgangspunkt für einen City‑Besuch ohne Stress – und mit außergewöhnlicher Perspektive.

Erste Veränderungen sind bereits sichtbar: Der Eingangsbereich wurde neu gestaltet, eine modernisierte Küchenzeile mit Sitzecke ermöglicht den Gästen ein unkompliziertes Frühstück im Haus. Kaffee, Tee und Croissants mit verschiedenen Marmeladen sind im Übernachtungspreis ab 115 Euro inklusive. Aufgrund der überschaubaren Größe des Hauses bleibt der Betrieb bewusst persönlich und reduziert.

Natur, Kultur und Hamburg-Gefühl

Direkt vor der Tür wartet eine der reizvollsten Gegenden der Stadt: Das Blankeneser Treppenviertel mit seinen verwinkelten Gassen ist nur wenige Minuten entfernt, der Römische Garten lädt zum Verweilen ein, und Spaziergänge entlang des Falkensteiner Ufers, durch den Schinckels Park oder bis zum Bismarckstein eröffnen immer neue Blicke auf die Elbe.

„Es läuft sehr gut. Die Nachfrage ist hoch“, sagt Kiki Fehlauer. „Und für Weihnachten gibt es noch spezielle Angebote.“

Und genau so soll es weitergehen: Geplant sind eine behutsame Modernisierung sowie zusätzliche Angebote für Gäste – stets mit Respekt vor der Geschichte dieses Ortes. Für die umtriebige Hanseatin ein weiteres Herzensprojekt, denn seit 2011 engagiert sie sich auch für den von ihr gegründeten Verein „Hamburger Sternschnuppe“ zugunsten von kranken Kindern.

https://www.suellberg-hotel.de

Fotos (c) Hotel Süllberg